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Besser Schlagzeug spielen mit der Split-Flow-Methode: der komplette Guide

Was die Split-Flow-Methode ist, warum Koordination die Basis deines ganzen Spiels ist und an welchen drei Stolpersteinen die meisten Drummer hängen bleiben.

Tim Rustemeier
· 5 Min. Lesezeit
Drummer von hinten am Schlagzeug, Hände und Füße in unterschiedlichen Bewegungen, als Sinnbild für besser Schlagzeug spielen durch Koordination

Wer besser Schlagzeug spielen will, braucht keine neuen Grooves und keine neuen Fill Ins. Das ist vermutlich das Gegenteil von dem, was du bisher gehört hast. Aber nach über 15 Jahren Unterricht, vom Kleinkind über angehende Musikstudenten bis zum Rentner, bin ich mir da sehr sicher.

Ich habe selbst alle Stationen durchlebt: erst Autodidakt, dann Schüler, dann Profimusiker. Die Zweifel, den Frust, das Gefühl, dass da mehr gehen müsste, kenne ich aus erster Hand. Und ich weiß, dass Schlagzeugunterricht, YouTube-Videos und Bücher grundsätzlich funktionieren. Es gibt nur Wege, die es dir leichter machen.

Der aus meiner Erfahrung einfachste Weg ist die Split-Flow-Methode. In diesem Guide erkläre ich dir, was dahintersteckt, warum sie wirkt, für wen sie passt und an welchen drei Stolpersteinen die meisten hängen bleiben.

Was die Split-Flow-Methode ist

Mit der Split-Flow-Methode lernst du, dich am Schlagzeug selbst zu begleiten. Eine Seite deines Körpers spielt einen Rhythmus, die andere Seite spielt eine Melodie dazu. Das klingt erst mal ungewohnt, ist aber sehr spielerisch und sehr musikalisch.

Aufgebaut ist das Ganze anhand von sechs Ebenen der Koordination. Schritt für Schritt stärkst du damit deine Koordination, und genau das macht dich frei und sicher am Set. So kannst du die Ideen, die du im Kopf hast, tatsächlich aufs Schlagzeug bringen. Ein schöner Nebeneffekt: Die Methode ist genreunabhängig. Sie funktioniert mit der Musik, die du spielst.

Wie das Ergebnis klingt, spiele ich dir im Video vor.

Video: Besser am Schlagzeug – Split Flow Methode (Ultimativer Guide - Drum Masters by Tim Rustemeier)

Warum du so besser Schlagzeug spielen lernst

Wir Schlagzeuger sind mit die einzigen Musiker, die alle Gliedmaßen bewegen müssen, und zwar unabhängig voneinander. Trotzdem vernachlässigen viele genau diesen Punkt. Sie suchen nach noch mehr Rhythmen und noch mehr Fill Ins.

Koordination ist aber die Basis für dein gesamtes Spiel. Wenn du sie verbesserst, verändert sich dein komplettes Schlagzeugspiel. Kannst du komplexe Koordination in einem musikalischen Zusammenhang umsetzen, erreichst du ein Level, von dem du bisher vielleicht nur geträumt hast.

Unsere Coaching-Teilnehmer berichten vor allem von drei Dingen:

  • Es geht schnell. Wir arbeiten mit den Rhythmen, die du schon kannst. Du musst nichts Neues lernen, sondern wandelst dein eigenes Spiel kreativ um.
  • Es ist sicher. Durch die gesteigerte Koordination festigst du dein Nervensystem. Das verbessert deine Kontrolle, dein Timing und deine Unabhängigkeit. Du kommst weniger durcheinander und steuerst deinen Körper gezielt, statt zu hoffen, dass ein Schlag schon klappen wird.
  • Es wird mühelos. Hast du deine Koordination einmal auf ein hohes Niveau gebracht, fällt dir danach vieles leichter. Dein Spiel bekommt eine Bewegungsfreiheit, von der viele Schlagzeuger träumen.

Der ehrliche Haken

Das klingt alles wunderbar, ich weiß. Deshalb sage ich dir direkt: So einfach, wie es klingt, ist es nicht. Die erste Zeit wird anstrengend, weil du wahrscheinlich noch nie so intensiv an deiner Koordination gearbeitet hast. Dein neues Körpergefühl muss sich erst einstellen.

Sobald du aber gelernt hast, deine Koordination in dein Spiel zu bringen, und dein Kopf sich an das intensive Lernen gewöhnt hat, wird die Zeit, die du für Neues brauchst, deutlich kürzer. Wofür du früher Tage gebraucht hast, brauchst du dann oft nur noch wenige Stunden.

Für wen die Methode passt und für wen nicht

Ehrlich gesagt klappt das nicht für jeden. Wenn du nicht offen für neue Lernweisen bist und sagst: „Ich spiele gern fünf bis zehn Minuten am Tag, aber ich will gar nicht besser werden“, dann ist die Split-Flow-Methode nichts für dich. Und das ist völlig in Ordnung.

Richtig gut funktioniert sie für Schlagzeuger, die schon Spielerfahrung haben. Die spüren: Ich weiß, da geht mehr, ich weiß nur nicht, wie ich dahinkomme. Die in ihrer vorhandenen Zeit effektiv besser werden wollen, ohne Zeit zu verschwenden. Für mich gilt: Fleiß und Motivation plus die richtige Methode, das ist die Kombination, die trägt.

Drei Stolpersteine auf dem Weg

Bevor du direkt loslegst, eine kurze Warnung. Es gibt drei Stellen, an denen die meisten hängen bleiben.

  1. Es geht sehr langsam voran. Du übst nicht die Dinge, die für dich gerade optimal sind. Es gibt wenige Übungen, die einen sehr großen Effekt haben, das sogenannte Pareto-Prinzip. Die Folge: Du übst viel, bringst eine Menge Leidenschaft mit, aber die Ergebnisse bleiben hinter dem zurück, was du willst.
  2. Es fehlt der Blick von außen. Ohne Feedback kannst du kaum wissen, was du gerade falsch machst. Du lernst unter Umständen die falschen Techniken, ohne es zu merken. Oft fällt das erst viel später auf, wenn bestimmte Songs Probleme machen und dir Rhythmen schwerer fallen als gedacht.
  3. Die Suche frisst deine Zeit. Passende Übungsvideos zu finden dauert ewig, und viele passen nicht zu deiner Situation.

Aus diesen drei Punkten entsteht schnell eine Abwärtsspirale. Du übst die falschen Sachen und kommst nicht voran. Du denkst, du musst einfach mehr üben, aber dafür fehlt dir die Zeit. Also setzt du dich seltener ans Schlagzeug. Fortschritte bleiben aus, der Spaß geht zurück, und du verbringst noch weniger Zeit am Set.

Genau das möchte ich auf keinen Fall. Denn mal ehrlich, Schlagzeug ist das schönste Hobby der Welt.

Wie wir das im Coaching lösen

Für jeden dieser Stolpersteine haben wir eine Antwort entwickelt. Egal, ob du ein Jahr oder 50 Jahre spielst: Du bekommst einen strukturierten Leitfaden und wirst schon im ersten Modul kreativer und sicherer. Egal, mit welchem Rhythmus du startest, du entdeckst dein Spiel neu, ganz ohne neue Fancy Grooves. Und ich erkläre alles so, dass du Schritt für Schritt mitkommst. Mein Feedback sorgt dafür, dass du dir nichts Falsches antrainierst.

Stell dir vor, du bringst endlich die Ideen aus deinem Kopf aufs Set. Musik an, Kopf aus, los geht's. Und wenn die Leute nach dem Auftritt jubeln, weißt du, dass es ernst gemeint ist, weil du selbst spürst, was du geleistet hast.

Wo du auf diesem Weg gerade stehst und welcher Schritt bei dir als Nächstes dran ist, lässt sich allein schwer sagen. Genau dafür gibt es die Spielanalyse. Da schauen wir uns gemeinsam dein Spiel an und finden heraus, wo bei dir der größte Hebel liegt.

Häufige Fragen

Was ist die Split-Flow-Methode am Schlagzeug?

Mit der Split-Flow-Methode lernst du, dich am Schlagzeug selbst zu begleiten: Eine Körperseite spielt einen Rhythmus, die andere eine Melodie dazu. Aufgebaut ist sie anhand von sechs Ebenen der Koordination. Sie ist genreunabhängig und arbeitet mit den Rhythmen, die du schon kannst.

Wie kann ich besser Schlagzeug spielen, ohne neue Grooves zu lernen?

Indem du an deiner Koordination arbeitest, denn sie ist die Basis für dein gesamtes Spiel. Wenn du deine vorhandenen Rhythmen kreativ umwandelst und auf dem Set verteilst, verbessern sich Kontrolle, Timing und Unabhängigkeit. Neue Fill Ins oder Fancy Grooves brauchst du dafür nicht.

Warum mache ich trotz Üben am Schlagzeug keine Fortschritte?

Oft übst du nicht die Dinge, die für dich gerade den größten Effekt haben, oder lernst ohne Feedback unbemerkt falsche Techniken. Dazu kostet die Suche nach passenden Übungsvideos viel Zeit. So entsteht schnell eine Abwärtsspirale aus Frust und weniger Zeit am Set.

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